News
Impressum

Influenza (Grippe)-Impfung

Alle Senioren ab einem Alter von 60 Jahren sollten sich jährlich gegen Virusgrippe (Influenza) impfen lassen. Außerdem gibt es Risikogruppen, denen die Impfung in jedem Alter empfohlen wird:

  • Personen mit einer chronischen Krankheit (z. B. Herz-, Kreislauf-, Leber-, Lungen-, Nieren- oder Stoffwechselkrankheiten, Multiple Sklerose).
  • Personen mit Störungen des Immunsystems. Dazu gehören auch patienten, deren Behandlung das Immunsystem stark beeinträchtigt.
  • Personen mit stark erhöhtem Risiko sich anzustecken (z. B. Busfahrer, Lehrer, Altenpfleger, Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt).

  • Personen mit stark erhöhtem Risiko sich anzustecken (z. B. Busfahrer, Lehrer, Altenpfleger, Beschäftigte im medizinischen Bereich mit Patientenkontakt).
  • Personen mit direktem Kontakt zu Geflügel und Wildvögeln.
  • Während in Europa Sommer ist, ist die Influenza auf der Südhalbkugel aktiv. Auch für Reisende kann die Influenza-Impfung sinnvoll sein, je nach eigenem Risiko (siehe Personengruppen oberhalb) und Infektionsrisiko vor Ort.
  • Bei großen Grippewellen oder einer weltweiten Pandemie können die Gesundheitsbehörden Reihenimpfungen anordnen.

Die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffs ist eine Art Wette auf die Zukunft, welche Viren sich im aktuellen Jahr durchsetzen. Meist gelingt es, dass Geimpfte zu etwa 60-75% (bis zu 90%) geschützt sind. Aber auch wenn eine geimpfte Person erkrankt, verläuft die Krankheit in der Regel wesentlich leichter, Todesfälle sind rund zehnmal seltener als ohne Impfung. 

Wer eine schwere Allergie gegen Hühnereiweiß hat, soll nicht geimpft werden.

Für wen die Impfung gegen "Schweinegrippe" (Influenza A(H1N1)v) empfohlen wird, kann sich im Winter 2009/2010 noch ändern. Offizielle Informationen dazu gibt vor allem die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut heraus. Die erste Empfehlungen wurde am 8. Oktober 2009 im Epidemiologischen Bulletin 41/2009 veröffentlicht, die zweite am 3. Dezember im Epidemiologischen Bulletin 50/2009:
  1. Beschäftigte in Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege mit Kontakt zu Patienten oder infektiösem Material
    z.B.: Alle Beschäftigten, die in der unmittelbaren Gesundheitsversorgung tätig sind, wie ärztliches und zahnärztliches Personal; Beschäftigte in der Krankenpflege, Physiotherapie, Geburtshilfe, in Laboren und Apotheken; Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie die mit der Raumpflege Beschäftigten, zum Beispiel auf Infektionsstationen. Beschäftigte in der Wohlfahrtspflege können zum Beispiel in Einrichtungen der Gesundheitshilfe (Krankenhäuser, Beratungsstellen, ambulante Dienste) oder Einrichtungen der Jugendhilfe (wie zum Beispiel Kinderkrippen, Kindergärten, Horteinrichtungen, Tagespflege, Freizeitstätten)besonders häufig mit dem Virus in Kontakt kommen.
  2. Personen ab einem Alter von 6 Monaten mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens
    z.B.: chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Malignome, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische und neuromuskuläre Grundkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte mit T- oder B-zellulärer Restfunktion, HIV-Infektion; laut
    Deutscher Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) auch bestimmte Patienten mit Rheuma.
  3. Schwangere (vorzugsweise ab dem zweiten Trimenon) und Wöchnerinnen
  4. Haushaltskontaktpersonen, die eine mögliche Infektionsquelle für ungeimpfte        Risikopersonen (s. 2. und 3. und Säuglinge unter 6 Monaten) sein können
  5. Alle übrigen Personen ab dem Alter von 6 Monaten bis 24 Jahren
  6. Alle übrigen Personen im Alter von 25 bis 59 Jahren
  7. Alle übrigen Personen ab 60 Jahre

Die STIKO betonte, dass die Empfehlungen an den weiteren Verlauf der Pandemie und die aktuelle Datenlage angepasst würden.

Wörtlich heißt es bei der STIKO: "Grundsätzlich können alle Bevölkerungsgruppen von einer Impfung gegen die neue, pandemische Influenza A (H1N1) profitieren. Jeder Bürger sollte im Rahmen der Zulassung der Impfstoffe die Möglichkeit einer Impfung gegen die Neue Influenza A (H1N1) haben."

Zuletzt bearbeitet am 8.12.2009